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Unwillkommene Gäste

Es ist ein ganz normaler Mittwochmorgen. Jael und die Kinder haben gerade gefrühstückt, Joel ist bereits seit einer Weile bei der Arbeit und Maggie, unsere Haushaltshilfe, ist vor kurzem gekommen und hat auch schon den Abwasch erledigt. Alexis spielt zufrieden im Esszimmer in seinem Sitz und Elina hält bittend die Hände zu Maggie, um getragen zu werden.  Jael bespricht gerade etwas mit Maggie, als diese plötzlich hinter Jael zeigt und sagt: „Da ist eine Schlange!“ Und tatsächlich lag in unserem Esszimmer, direkt neben der Gefriertruhe, eine Schlange am Boden. In wenigen Minuten war Joel mit einem seiner Arbeiter im Haus und Jael mit den Kids aus dem Haus. Glücklicherweise war die Schlange wohl halbwegs im Winterschlaf (wir haben im Juni Winter) und hat sich nicht gross bewegt. So konnten sie sie ziemlich schnell totschlagen und aus unserem Haus entfernen. Bestimmen konnten wir sie nicht. Daher wissen wir auch nicht ob es eine giftige Schlange war oder nicht.

Seither versuchen wir, durch die Nacht unsere Türspalten zu verschliessen. Dies ist die einzige Erklärung, wie die Schlange in unser Haus gelangen konnte.

Aber dies war noch nicht alles mit unerwünschten Haustieren. Am nächsten Abend, als Jael noch einmal kurz in die Küche muss und das Licht einschaltet, begegnet sie einer Maus, die gemütlich auf der Ablage in der Küche am durchschlendern ist. Das Schlendern nahm mit Jael’s Anwesenheit ein schnelles Ende und eine hektische Jagd – Joel und Jael gegen Maus – begann. Nachdem wir unsere Küchenschränke halbwegs auseinander genommen hatten und den Kochherd hervorgezogen hatten, gelang es uns endlich die Maus zu erschlagen. Und zwar am gleichen Ort, wo wir die Schlange entdeckt hatten. Unsere Gefriertruhe scheint Tiere anzuziehen. J

 

Diese tierischen Abenteuer machten uns einmal mehr bewusst, dass wir halt noch immer in Afrika sind.